Politische Bildung als Bestandteil professioneller Sozialer Arbeit
Eine empirische Studie zu politischem Interesse, Lehre und didaktischen Präferenzen im dualen Studium
Der Beitrag untersucht auf Basis einer Befragung von über 400 Studierenden und Alumni der Sozialen Arbeit im dualen Studium die Entwicklung politischen Interesses sowie die Wahrnehmung politischer Bildung. Entgegen verbreiteter Annahmen zeigt sich kein grundlegendes Desinteresse, sondern ein wachsendes politisches Engagement. Besonders prägend sind dabei berufliche und alltagsbezogene Erfahrungen, während politische Lehrveranstaltungen ihre Wirkung oft erst im späteren Studienverlauf entfalten. Die Ergebnisse verdeutlichen die Bedeutung interaktiver und praxisnaher Lehrformate sowie die Relevanz politischer Bildung als curriculare Querschnittsaufgabe, die nicht als Zusatz, sondern als zentraler Bestandteil professioneller Sozialer Arbeit verstanden wird. Konkrete didaktische Konsequenzen für das duale Studium werden abgeleitet.